Atem-, Stimmschulung und Sprechtraining

Bist Du gut bei Stimme und Stimmung?

Zu den unerwünschten Auswirkungen der Leistungsgesellschaft gehört der Verlust des ökonomischen Atem- und Stimmgebrauchs, das Erleben nicht in der Mitte zu sein. Die Kopfbestimmtheit hat zugenommen. Mit ihr verbunden sind oft Atemlosigkeit und der Verlust an artikuliertem Sprechen und eine Stimme, die keinen Zuhörer wirklich erreicht. Neueste Forschungen berichten, dass fünfundachtzig Prozent der Zuhörer auf die Stimme des Vortragenden reagieren.

Ökonomischer Atem- und Stimmgebrauch

Ist die Ökonomie von Atem, Stimme und dadurch die Haltung und Spannung gestört, übertragen sich aktivierte Unruhe, innerer Druck, gestörte Atem- und Sprechsicherheit auch auf andere. Meistens wird zu schnell gesprochen, zu undeutlich, zu hoch.

Atem- und Stimmbildung, Sprechtraining

Der natürliche Zwerchfell-Atem, der die Stimme stützt, die Sprachgestaltung und das insgesamte Erscheinungsbild, ist ein wirksames Instrument der Selbstpräsentation. Insgesamt ist ihr gelungenes Zusammenspiel ein Zeichen der persönlichen Präsenz.

Der schöpferische Umgang mit diesen Instrumenten dient dem Wohl- und Selbstwerterleben und der konturierten Profilierung. Tatsächlich wird durch das professionelle Slow Acting-Training auch eine erhebliche Erweiterung anderer Fähigkeiten erreicht. Z. B: Kognition, Emotion, Imagination, meditative Lebenshaltung und -Gestaltung.

Auch impliziert er das Ankommen bei sich selbst und bei anderen. Das persönliche Charisma wird befreit. Diese Wirkung baut auf und wirkt sympathisch auf die Person selbst und ihr Gegenüber.

Der meditative Ansatz bei Slow Acting ist frei von Leistungsdruck, ohne das alltagsübliche Machen und Wollen. Es zielt auf Entspannung und Selbstwahrnehmung, auf freies und gelöstes Atmen und Sprechen. Es befreit von Unsicherheit und Lampenfieber. Sind Atem, Stimme und Bewegungsausdruck entspannt, ist es bald auch die ganze Person.

Die Slow Acting Atem- und Stimmbildung mit dem aufbauenden Sprechtraining fördert die persönliche und die berufliche Qualifikation. So kann es zum Karriere-Coaching werden mit nachhaltigem Erfolg.

Zu diesem Zusammenspiel gehört auch die Mimik, daraus ergibt sich ein komplexes, sensibles System. Es reagiert empfindlich auf Stimmungen. Der bewusste Umgang mit ihm, mit Atem- Stimm- und körperlichen Ausdrucksübungen, kann die Stimmung enorm verbessern. Diese Vorgehensweise orientiert sich an der Ausdrucks-Rückwirkung. Auf jeden Fall wird am Zustand der Atemspannung, am Klang der Stimme, Mimik und Körperhaltung der Gemütszustand von außen erkannt, sogar die nicht verbal geäußerten Absichten und unbewussten Motive.

Resonanz hergeben und bekommen

Körpereigene Resonanzräume verstärken und formen den Klang der Stimme, z.B. die Stirn- und Nebenhöhlen. Befindlichkeit und das Maß an Selbstwerterleben wird an der Qualität gebildeter Resonanz erkennbar. Sie ist umgekehrt durch bewusste Atem- und Stimmführung positiv beeinflussbar.

Komm mal wieder runter, aber wohin?

Es gilt den Atem in die Leibmitte, in den Bauch-, Unterbauch und in den weiten und tiefen Beckenraum zu führen. Ein Verlust dieser Mitte erzeugt meistens eine quälende Hochatmung. Sie wird eng erlebt, flach, oberflächlich und kraftlos. Oft auch so, als würde der Hals zugedrückt. Dann kann der Atem die Stimme nicht tragen, die Person kann sich nicht entfalten, weil die Stimme kippt, brüchig und heiser wird, verkrampft und verhaucht. Hochatmung erzeugt Atemnot und zu schnelles, hastiges, undeutliches Sprechen.

Die Stimme zeigt, ob`s stimmt!

Jemand kommt gut an, wenn seine Sätze und ihre Aussagen von der Atmung, der Stimme, Gestik und Mimik, leicht, locker, möglichst lässig getragen werden. Das Lässig-Sein ergibt sich durch das Lassen-Können von Fehlhaltungen.

Atemnot z. B. lässt keinen kreativen Impuls mehr zu. Sätze brechen ab, der helfende Einfall bleibt aus, und der Verlust an natürlichem Selbstwert-Erleben wird offensichtlich. Was für eine Wohltat, wenn dieser Teufelskreis durch das Atmen in die Leibmitte durchbrochen wird.

Wolfgang Keuter

Über 40 Jahre in eigener Praxis tätig. Coach für Schauspiel, Regie, Psychodrama an verschiedenen Bühnen, Institutionen und Unternehmen der freien Wirtschaft. Erster Vorsitzender des TheaterLabor TraumGesicht mit der Bühne Campus Golzheim in Düsseldorf. Mit der von ihm und Gianni Sarto (Gianni ok?) entwickelten Methode Slow Acting begleitet er Menschen auf dem Weg zur eigenen Mitte. Diese spezielle Methode zur Persönlichkeitsentwicklung führt zentral zu einer Verankerung des Atems in der Leibmitte. Die Stimme erlebt eine Wiedergeburt und mit ihr die Person. w.keuter@slow-acting.de