Sinn für Humor

Gerade in diesen turbulenten Zeiten ist es absolut notwendig, dass Führungskräfte ihren Sinn für Humor nicht verlieren. Hört sich absurd an, führt aber zu Lösungen.

„Wenn wir jetzt unseren Humor verlieren und nicht mehr über uns selbst oder über irgendetwas lachen können, dann sind wir wirklich am Ar…“, so unlängst der prägnante Einwurf eines Regionalleiters im Krisen- Meeting des Vertriebs. Zu Recht fordert er einen Sinn für Humor ein – bei aller Frustration über die aktuell schlechte Situation und bei aller Ernsthaftigkeit für die damit verbundene Verantwortung. Ohne Humor wird alles nur noch schlimmer.

Es benötigt eine gewisse Leichtigkeit, um Spannungen abzubauen und kreativen Lösungen zu finden, so grotesk das auch erscheinen mag. Ein lockerer Spruch mit einem Lächeln bricht oftmals das Eis in einem festgefahrenen Gespräch, eine kleine Anekdote zu einem persönlichen Missgeschick zeigt Menschlichkeit oder allein eine kurze Reflexion über das eigene Verhalten wirkt häufig Wunder.

In der „neuen Normalität“ benötigen wir (dringend) neue Ideen, Geschäftsmodelle, Strategien oder Konzepte. Dabei stehen Führungskräfte in der Verantwortung, auch unter diesen besonderen Bedingungen eine Atmosphäre zu schaffen, die Lust auf neue Ideen macht und die einen unbedingten Tatendrang, Spontaneität, Infragestellen, Kreativität und Mut fördert. Ohne Humor und Leichtigkeit wird das wohl nur schwer gelingen.

Gleichzeitig sind Führungskräfte Vorbilder. Wenn Führungskräfte schon keinen Sinn für Humor zeigen (oder zumindest zulassen), dann werden die Mitarbeitenden in Entmutigung, Handlungsunfähigkeit und Ärger versinken. Ein Worst-Case-Szenario, denn alle Erfahrungen, Fähigkeiten und Ideen werden gerade jetzt dringender benötigt, als jemals zuvor.

Fazit: Ein Sinn für Humor ist unbezahlbar und wird allen Beteiligten helfen, bessere Lösungen zu finden. Probieren Sie es aus!

Ihr Christoph Hauke