„Heiße“ Ware – Detektive klären Diebstahl auf. Schaden in hohem 6-stelligen Rahmen verhindert.

Ein Gastbeitrag von Manfred Lotze

Unser Auftraggeber erkannte größere Fehlmengen von teueren Werkzeugteilen. Diese sind Bestandteile für den Materialtransport durch große Röhren mit sehr hohen Temperaturen. Solche benutzten Werkzeuge (Ketten) werden regulär von dem Hersteller zurückgeholt um für erneute Verwendung aufbereitet zu werden.

Die Zusammenarbeit Kunde und Detektiv beginnt stets mit ausführlicher Analyse des Themas, Abfrage von Hintergrundinformationen, Ortsbesichtigung, Abstimmung der Möglichkeiten zur Klärung mit dem Auftraggeber:

Die Entscheidung fiel auf Kamera-Überwachung der restlichen, bereits zum Abtransport vorbereiteten Teile, die in einem separaten Gebäude unter Verschluss gelagert waren.

Die Maßnahmen

Detektiv und Techniker rüsten den Lagerplatz sowie die mutmaßliche Verladestelle vor dem Gebäude mit Kameras aus. Außerhalb deswegen, damit a) dort handelnde Personen und vor allem b) -wichtig- das Transportfahrzeug erfasst werden.

In das Transportmittel wurde ein GPS-Tracker sorgfältig untergebracht, somit unauffällig und geschützt für die spätere Bergung.

Nach 10 Tagen Wartezeit, an einem Samstag Nachmittag, meldete der Tracker Bewegungen, also Abtransport.

2 Observations-Einsatzteams nahmen die Verfolgung auf. Die Fahrt führte in das Rhein-Main-Gebiet und dort zu der Adresse einer Schrotthandlung. Das Tor wurde nach Ankunft sofort von innen verschlossen, der Fahrer konnte jedoch erkannt werden.

Die vorbereitete Polizei am Ausgangsort unterstützte ihre Kollegen (am zuvor ja unbekannten) Zielort. Dort trafen 2 Streifenwagen mit 4 Polizeibeamten ein die nach kurzer Beratung einen Schlosser zur Öffnung des Tores angefordert haben. In der Zwischenzeit erfolgte die Abfahrt des entladenen LKW. Dieser wurde durch die Polizei angehalten zwecks Aufnahme der Personalien des Fahrers. Diebesgut hatte der LKW nicht mehr geladen.

Bei Betreten des Firmengeländes wurde festgestellt, dass das Diebesgut nicht offen in dem Innenhof gelagert war.

Wie die weitere Nachschau ergab, war durch einen Kran das Tor der einzigen Halle (wohl nicht ohne Absicht) versperrt. Teile das Diebesgutes in den Containern des Auftraggebers konnten durch Fenster in der Halle zweifelsfrei erkannt werden.

Durch einen Nebeneingang gelangten Polizeibeamte und Detektive in die Halle und konnten dort die komplette „Lieferung“ feststellen.

Zusätzlich wurden durch unseren Einsatzleiter in der Halle weitere Teile genau dieses Diebesgutes und zwar lose, verstreut festgestellt, also Reste aus vorherigen Diebstählen. Ein weiteres Plus für die strafrechtliche Verfolgung der Täter und Beleg für die spätere Schadensbemessung.

Die Situation wurde dokumentiert und die Polizei bat den Inhaber der Schrotthandlung telefonisch vor Ort zu erscheinen um zur Klärung beizutragen. Natürlich war er völlig ahnungslos…

Der Tracker wurde unbeschädigt geborgen, er saß unverändert an der Einbaustelle.

Die Dokumentation der Fahrtroute mit den Beweisfotos des Diebesgutes und einem ausführlichen Bericht über die Maßnahme und den Erfolg konnten wir dem Auftraggeber zeitnah zur Verfügung stellen.

Wichtig: Diese Systeme (GPS-Tracker) setzen wir ausschließlich zur Verfolgung von Diebesgut ein.

Im Nachhinein stellte sich natürlich die Frage, wer als Tippgeber an den Schrotthändler beteiligt war. Es handelte sich um einen Studenten der im Werk unseres Auftraggebers bereits über einen längeren Zeitraum aushilfsweise beschäftigt war, sogar an diesem Samstag Nachmittag…

Ein Erfolg von vielen durch DETEKTIVE K O C K S

Anm. Detektiv-Kosten sind oft erstattungsfähig, gem. § 91 ZPO.

Manfred Lotze (BID) ist Geschäftsführer und zur Ausbildung geprüfter Detektive befähigter Fachdetektiv der bundesweit tätigen Detektiv-Institut Kocks GmbH mit Sitz in Düsseldorf (https://www.detektive-kocks.de/).