Jetzt alte Zöpfe abschneiden

Die Coronakrise krempelt fast alles auf links. Eine gute Gelegenheit, sich von veralteten Handlungsweisen und Traditionen zu befreien. Was ist zu tun?

In vielen Unternehmen wurden sozusagen über Nacht notgedrungen neue Strukturen und schnellere Prozesse geschaffen, praktisch aus dem Nichts. Und auch mit dem so lange skeptisch beäugten Homeoffice und den als so unpersönlich empfundenen Videokonferenzen klappt es deutlich besser als gedacht. Not reduziert auf das Wesentliche und Not macht erfinderisch.

Für viele Unternehmen ist es auch eine gute Gelegenheit, die momentane hohe Effektivität mit Blick auf die Zukunft zu reflektieren. Was können wir lernen und etablieren?

  • Sollen wir die neuen Arbeitsweisenbeibehalten?
  • Sollen wir die gegebenen Entscheidungs- und Handlungsspielräume wieder einschränken?
  • Sollen wir die neuen Freiheiten durch veränderte Arbeitszeiten und Arbeitsortebeibehalten?
  • Sollen wir es bei den wenigen fokussierten Meetings und kurzen Statusreportsbelassen?
  • Sollen wir die Personal-Instrumente auf die wirklich wirkungsvollenreduzieren?
  • Sollen wir auch weiterhin eine mutige Führung fördern?

Ist nicht jetzt die einzigartige Chance, unser Führung und unser HR-Management weiterzuentwickeln und neu auszurichten? Ist nicht jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um eine Vertrauenskultur zu etablieren? In der Krise muss sich jeder auf jeden verlassen, man muss sich gegenseitig vertrauen. Warum führen wir dieses erlebte positive Vertrauen nicht einfach weiter? Es wäre ein großer Schritt …und ein fundamentaler Wettbewerbsvorteil.

Die Krisensituation bietet eine gute Gelegenheit, um richtig auszumisten und klar Schiff zu machen. Das ist notwendig, um jetzt eine neue starke Grundlage für eine bessere Zukunft zu gestalten – zum Vorteil aller Beteiligten.

Ihr Christoph Hauke