Connys Überlebens-Kolumne:

Get back stronger – 
5 Survival Tipps aus der Wüste, die uns helfen, in völlig unerwarteten Grenzsituationen einen klaren Kopf zu behalten und unseren Teams ein guter Leader zu sein.

Corona hat unser Land fest im Griff. Noch weiß niemand, was wirklich auf uns zukommt, klar ist nur, es wird uns in den nächsten Wochen und Monaten viel abverlangt werden:  Viele Unternehmen bangen jetzt schon ums Überleben, die Mitarbeiter bangen um ihren Job, dazu kommt die Angst um Freunde und Familie und die eigene Gesundheit… Fakt ist: Unsere Gesellschaft, wir selbst, unsere Wirtschaft – nichts wird nach Corona mehr so sein, wie es war.

Wie können wir als Mensch, Führungskraft und Unternehmer aus derart unvorhersehbaren und bedrohlichen Extremsituationen bei allen Entbehrungen, persönlichen Herausforderung und schmerzhaften Verlusten dennoch als Gewinner hervorgehen?

Darüber spricht Conny Schumacher, Diplomsportökonomin, Buchautorin und Vortragsrednerin aus München in Ihrer “Überlebenskolumne”. Sie kennt absolute Extremsituationen durch ihre Wüstenwanderungen, die sie mit kleinen Teams durch die Wüste Negev in Israel macht. In den nächsten Wochen verrät sie ihre bewährtesten Survival Tipps aus der Wüste, die uns helfen können, in plötzlich auftretenden Gefahrensituationen einen klaren Kopf zu behalten und unseren Teams ein guter Leader zu sein.

3 Tipps, wie wir mit lebensfeindlichen Situationen umgehen können 

Die Wüste ist ein lebensfeindlicher Raum, und wir tun gut daran, uns sofort und bedingungslos auf die Logik der Natur einzustellen, und sie zu akzeptieren. Nur, wenn wir die Naturgesetze zu lesen lernen, haben wir eine Chance. Das tun unsere Wissenschaftler, um das Coronavirus zu entschlüsseln – und das tue ich, wenn ich durch die Wüste wandere.

Das bedeutet: Mit der Natur lässt sich nicht diskutieren. PUNKT. Die Natur kommt wunderbar ohne uns aus, also macht es durchaus Sinn, sich selbst einmal nicht in den Mittelpunkt zu stellen. Wir müssen uns den Gegebenheiten anpassen. Ohne Wenn und Aber. Egotrips, Panik, Alleingänge und persönliche Befindlichkeiten sind nicht nur der Killer für den Einzelnen, sondern für das ganze Team, für die Gemeinschaft, damit für unser aller Sicherheit und letztlich auch den Erfolg der Unternehmung. Wer das im Vorfeld nicht kapiert – und glauben Sie mir, es gibt viele, die dieses „sich anpassen und fügen“ NICHT mehr kennen und akzeptieren wollen – den nehme ich nicht mit auf meine Wüstenwanderungen. Das Risiko ist viel zu groß. 

Für die Corona-Krise, wie in der Wüste gilt: Sie haben keine Wahl – Sie müssen den Weg zu Ende gehen. Sie können nicht einfach aussteigen, zur Seite treten und ein Taxi rufen – es GIBT keines! Egal wie gefährlich oder beschwerlich es ist, egal wie viele Blasen Sie an den Füßen haben – Sie MÜSSEN den Weg weitergehen.

Aber Sie können wählen, wie Sie ihn gehen. Jammernd, schimpfend, als Opfer, das allen anderen die Schuld gibt und zur Last fällt – oder aufrecht und mit erhobenem Haupt. Entschlossen, allem etwas Schönes abzugewinnen, sich den Herausforderungen bestmöglich zu stellen – im Vertrauen auf Ihre Fähigkeiten und auf ein Team, das sich gegenseitig tragen wird, wenn jemand Schwäche zeigt. Letztlich ist es eine Charakterfrage, und die Entscheidung, ob Sie aus einer Krise als Gewinner hervorgehen, fällen alleine Sie. Jeden Tag, jeden Moment, bei allen Hiobsbotschaften und Herausforderungen, die an jeder Ecke auf Sie warten – und bei jedem persönlichen Tief, von denen Sie zweifelsohne viele haben werden. 

Die Frage ist übrigens nicht: Sind Sie der Schnellste oder der Beste, sondern sind Sie eine Last oder eine Bereicherung? Krisen, die wir nur gemeinsam lösen können, sind ein guter Zeitpunkt, „ERFOLG“ und „GEWINNEN“ neu zu definieren! 

Wenn Sie sich jetzt sagen – das ist ja alles gut und schön, aber was soll das? Dann habe ich noch einen ganz pragmatischen und bewährten Tipp, der Ihnen sofort hilft, innerlich wieder zur Ruhe zu kommen:  Ich empfehle Ihnen, einfach mal still zu halten, tief durchzuatmen, und dabei langsam die Augen zu schließen. Atmen Sie jetzt tief ein und zählen Sie dabei bis 5. Dann halten Sie die Luft an (auch bis 5 zählen), und atmen Sie wieder aus – wobei Sie diesmal bis 6 zählen. Das ganze sollten Sie mindestens 3 x zu wiederholen. Durch diese simple Atemtechnik bauen Sie nachweislich Stresshormone im Körper ab, entspannen und kommen aus der Panik in die Ruhe. Versuchen Sie´s! It´s proven! Es klappt – auch bei Ihnen! Sie müssen´s nur tun! Mir hat es in Extremsituationen schon mehrfach das Leben gerettet.

Sie hatten Nutzen von diesen Tipps? Dann freuen Sie sich auf weitere Impulse aus Connys Wüstenrepertoire. Das nächste Mal spricht Conny Schumacher über Eigenverantwortung, Self-Leadership und die spannende Frage, was Sie für sich selbst tun können, um sich professionell und optimal auf extreme Herausforderungen vorzubereiten.

Bis dahin: Bleiben Sie professionell! Herzlichst, Ihre Conny Schumacher

„Führen, wie ich selbst geführt werden will“

Conny Schumacher ist Dipl. Sportökonomin und Buchautorin aus München. 2018 wanderte sie erstmals als Miniteam durch die Wüste Negev in Israel, mit dem Ziel, „flache Hierarchien in Extremsituationen“ zu testen. Über diese Erfahrungen gibt sie Keynote Vorträge für Teams und Führungskräfte, und inspiriert Menschen, sich endlich die Dinge zuzutrauen, von denen wir sonst immer denken „…dass das nur die anderen können“. www.conny-schumacher.de