Wenn Führungskräfte ein Total-Ausfall sind

Mitarbeitende nervt es, wenn sich ihre Führungskraft wie ein Fähnchen im Wind dreht. Heute wird so geredet, morgen genau andersherum. Und wenn eine klare Meinung einfordert wird, dann kommt ein Schwall von windigen Ausreden. Nein, so gewinnt man kein Vertrauen!

In unseren bewegten Zeit sind Führungskräfte mit Charakter und Standhaftigkeit mehr den je erwünscht, ja sogar notwendig. Die Mitarbeitenden erwarten eine Orientierung und das gute und ermutigende Gefühl, dass ihre Führungskraft für etwas einsteht, z.B. für Werte und für Integrität.

Vielleicht klingt das ja in einer modernen Arbeitswelt etwas altmodisch. Aber es zeigt sich immer wieder, dass Führungskräfte, die nicht das tun was sie sagen, an Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit verlieren und letztlich kläglich scheitert. Da wird auch der offene oder subtile Einsatz von Macht und Angst nichts dran ändern.

Das Statement einer Führungskraft im Meeting „Ich bin für alles offen“ kommentierte ein Vorstand scharfsinnig: „Wer nach allen Seiten offen ist, kann nicht ganz dicht sein“. Doch das erscheint noch harmlos, wenn man die derben Titulierungen der Mitarbeitenden für Führungskräfte ohne Charakter und Standhaftigkeit auf den Fluren hört.

So plädierte ein Mitarbeiter nach einer ewig dauernden Besprechung mit einer sich um Kopf und Kragen redenden Führungskraft für eine kurze Abteilungsdurchsage: „Unsere Führungskraft ist heute ein Total- Ausfall. Sie müssen selbst sehen, wie Sie zurecht kommen. Vielen Dank für Ihr Verständnis.“ Purer Sarkasmus? Ja, ohne Zweifel, aber es zeigt den Ärger und die Frustration sehr deutlich.

Erfolge basieren auf Vertrauen. Und Vertrauen gewinnt man durch Charakter und Kompetenz. Vielleicht sollten wir uns wieder mehr darauf besinnen.

Ach ja, zu guter Letzt: Jegliche Ähnlichkeiten mit lebenden Personen oder aktuellen Situationen in Wirtschaft, Politik oder Gesellschaft sind rein zufällig.

Ihr Christoph Hauke