OUTPLACEMENT IN DER WISSENSCHAFT – Studie der CBS International School of Business in Kooperation mit VBLP

Die CBS International School of Business in Köln hat unter Leitung von Prof. Dr. Anja Karlshaus und Prof. Dr. Irene López verschiedene Aspekte der Outplacement-Beratung erforscht. Master- bzw. Bachelorstudenten sowie Wissenschaftler bearbeiteten in Kooperation mit der Outplacement-Beratung VBLP eine Reihe für sich stehender Fragestellungen, wie zum Beispiel „Der Stellenwert von Outplacement im Employer Branding“, „Voraussetzungen und Nutzen der Outplacement-Beratung“, „Evaluierung der VBLP-Outplacement-Instrumente aus Sicht des entlassenen Mitarbeiters“ sowie „Chancen und Limitationen von E-Placement“.

Was für Klienten wichtig ist

Für das Kapitel „Evaluierung der Outplacement-Instrumente“ wurden 14 ehemalige Klienten von VBLP befragt. Sie waren zwischen 34 und 63 Jahren alt und kamen aus unterschiedlichen Branchen und Berufsfeldern. Ihre Bewertung der einzelnen Bausteine der Outplacement-Beratung (wie etwa „Persönlicher Hintergrund“, „Stoffsammlung/bisheriger Werdegang“ oder „Trennungsarbeit“) zeigt, dass die Beratung im Idealfall individuell aufgebaut sein sollte. Für die Klienten waren aufgrund ihrer Bedürfnisse jeweils unterschiedliche Bestandteile des Angebots wichtig. Allerdings wurden die Schritte, die direkt mit der Stellensuche zu tun hatten, generell als wesentlich eingestuft. Henrich Abegg, Geschäftsführer von VBLP, bestätigt dies: „Die professionelle Beratung umfasst vor allem ein klares Selbstmarketing und eine auf die Person zugeschnittene Suche nach der passenden Aufgabe. Für Menschen in dieser Situation gibt es keine Lösung von der Stange.“

Unzureichende Kommunikation

Insgesamt kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Outplacement-Beratung eine geeignete Maßnahme im Trennungsprozess darstellt. Sie hilft ausscheidenden Mitarbeitern und Managern, eine realistische neue berufliche Perspektive zu finden, und wirkt darüber hinaus emotional stabilisierend auf die betroffenen Personen. Die Studie konstatiert ebenfalls eine unzureichende Kommunikation zum Themenfeld Outplacement. Das Angebot wird in Unternehmen kaum transparent gemacht. Daher wissen nur wenige, dass es Outplacement-Beratung überhaupt gibt, geschweige denn, was man sich darunter vorzustellen hat. Die Studie empfiehlt Unternehmen, offener mit dem Thema umzugehen.

Die komplette Studie finden Sie hier.

Mitautorin dieses Beitrags: Barbara Kögler

Dr. Cornelia Riechers ist Gründerin des seit 1993 existierenden Unternehmens Quality Outplacement, das sie 25 Jahre lang leitete und als dessen Beirätin sie bis heute fungiert. In die Lehre ging sie bei Dr. Fritz Stoebe, dem Nestor der Outplacementberatung in Deutschland, und entwickelte dessen Konzept weiter. Sie schrieb mehrere Bücher: „So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos. Ein paradoxer Bewerbungsratgeber“, „Turbo zum Traumjob: Der Zielgruppenbrief“ und „Karrierecoach gesucht? So erkennen Sie schwarze Schafe und finden den Richtigen“. Darüber hinaus machte Cornelia Riechers sich durch zahlreiche Presseveröffentlichungen zum Thema Outplacement einen Namen. Seit 2011 ist sie in unserer Redaktion für OUTPLACEMENTintern verantwortlich.