Führung Special: Positive Mitarbeiter-Entwicklungs-Bilanz als Erfolgskriterium?

Sollten Führungskräfte daran gemessen werden, wie viel Fach- und Führungspersonal sie hervorbringen? Die persönliche Mitarbeiter-Entwicklungs-Bilanz ist dann entscheidend.

„Wieso soll ich meinen besten Mitarbeiter an eine andere Abteilung abgeben, nur weil die nicht in der Lage waren, selbst gute Mitarbeiter auszubilden?“ empörte sich unlängst ein Bereichsleiter. Und weiter: „Deren Unfähigkeit wird auch noch belohnt und ich werde für meine Mitarbeiter-Förderung bestraft.“

In einem hart umkämpften Arbeitsmarkt und mit Blick auf die demographische Entwicklung werden sich nur die Unternehmen behaupten, die Talente gewinnen und binden können. Die Gewinnung und Bindung gerade der jungen Mitarbeiter wird allerdings nur dann gelingen, wenn ihre besonderen Talente gefördert werden. Also sind die direkten Führungskräfte entscheidend für die Entwicklung der zukünftigen Leistungsträger und für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Konsequenterweise sollten Führungskräfte in Beurteilungen und bei Beförderungen daran gemessen werden, wie positiv ihre Mitarbeiter-Entwicklungs-Bilanz ausfällt. Wie viele Fach- und Führungskräfte aus einem Bereich wurden für höhere oder verantwortungsvollere Funktionen – auch in anderen Bereichen – eingesetzt? Bei wie vielen Mitarbeitern hat eine Führungskraft maßgeblich zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung beitragen? Dazu sollten auch die betreffenden Mitarbeiter befragt werden.

Um eine gewünschte Förderungs-Kultur im Unternehmen zu schaffen, macht es viel Sinn, Führungskräfte für eine exzellente Mitarbeiter-Entwicklungs-Bilanz öffentlich auszuzeichnen. Ein wirkungsvolles Instrument in Zeiten von Arbeiten 4.0 und Führung 4.0.

Und wie es mit Ihrer persönlichen Mitarbeiter-Entwicklungs-Bilanz aus?

Ihr
Christoph Hauke