CATS: LOEWE-Forschungsprojekt zu Chatbot-Systemen im Personalrecruiting startet

Das Projekt CATS (Chatbots in Applicant Tracking Systems) wird in den kommenden zwei Jahren mit rund 356.000 Euro vom Land Hessen gefördert. In Kooperation mit der milch & zucker Talent Acquisition & Talent Management Company AG in Gießen wird an der Hochschule RheinMain der Einsatz von Chatbots in unterschiedlichen Phasen eines Bewerbungsprozesses sowie die Integration dieser Chatbots in Bewerbermanagementsysteme von Personalabteilungen untersucht. Chatbots sind computergestützte Dialogsysteme, mit denen Nutzerinnen und Nutzer – ähnlich wie mit Menschen – in natürlicher Sprache kommunizieren können. Sie lassen sich beispielsweise in Instant Messenger integrieren und können dann Fragen automatisiert beantworten. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, basierend auf verfügbaren Chatbot-Basistechnologien ein Recruiting-Chatbot-Framework zu entwickeln. Entstehen soll dabei ein flexibler Chatbot-Werkzeugkasten, der vor, während und nach der Bewerbung eingesetzt werden kann. Außerdem soll der Chatbot-Werkzeugkasten auch die Möglichkeit bieten, über standardisierte Schnittstellen in bestehende Bewerbermanagementsysteme integriert zu werden. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) sollen die neuen Chatbots im Gegensatz zu bestehenden Lösungen eine verbesserte Kommunikation sowie umfassendere Interaktionsformen ermöglichen. „Wichtig ist es, dass wir die Bereiche identifizieren, in denen Chatbots eine realistische Effizienzsteigerung im Bewerbungsprozess bei akzeptabler Service-Qualität erzielen können“, erklärt Prof. Dr. Stephan Böhm, Projektleiter und Professor für Telekommunikation/Mobile Media im Studiengang Media Management.