OUTPLACEMENT-BERATUNG IST PERSÖNLICH – WENN SIE WIRKEN SOLL

BDU-Befragung von Outplacement-Kandidaten

Was Outplacement-Kandidaten am meisten hilft, ist der Kontakt zum Berater, das Vertrauensverhältnis zu ihm und die Motivation, die sie aus den Beratungsgesprächen ziehen. So jedenfalls das Ergebnis einer BDU-Befragung von 117 Kandidaten, die in den letzten zwei Jahren eine Einzel-Outplacementberatung in Anspruch genommen hatten. Davon waren 60 Prozent über 50 Jahre alt und nur 9 Prozent unter 40 Jahren. Knapp die Hälfte hatten Fach- und Führungspositionen inne, der Rest kam aus dem Mittel- und Top-Management. Frauen waren mit einem guten Drittel repräsentiert.

85 Prozent aller Befragten – davon 49 Prozent mit den hohen Zustimmungswerten 9 und 10 – geben an, dass ihr Outplacement-Berater sie motiviert hätte, in allen Phasen der beruflichen Neuorientierung aktiv zu bleiben. Ebenso viele heben hervor, dass die persönlichen Stärken, die bisherigen beruflichen Erfolge sowie die künftigen Ziele im Beratungsverlauf deutlicher herausgearbeitet worden seien.

Als deutlich weniger wichtig werden hingegen aktive Vermittlungsbemühungen durch den Outplacement-Berater sowie der Einsatz von Online-Tools und Webinaren bewertet. Diesen Aspekten messen nur jeweils 23 Prozent bzw. 6 Prozent der Befragten hohe Bedeutung bei.

Die Befragung macht klar, dass bei einer Unterstützung zur beruflichen Neuorientierung der persönliche Kontakt zum Berater den ausschlaggebenden Faktor darstellt und die größte Wirksamkeit entfaltet – trotz aller Möglichkeiten der Digitalisierung.

Sowohl auftraggebende Unternehmen wie auch Kandidaten sollten also gut überlegen, ob sie eins von denjenigen Beratungsunternehmen wählen, die mit Software statt persönlicher Beratung möglichst viele Personen mit möglichst geringem Aufwand durchzuschleusen versuchen – oder ob sie auf einen Anbieter setzen, bei dem das persönliche Beratungsgespräch im Mittelpunkt steht.

Zum Download der Studie geht es hier.

 

Dr. Cornelia Riechers ist Inhaberin und Gründerin des seit 1993 existierenden Unternehmens Quality Outplacement mit den Schwerpunkten Outplacement  und Karriereberatung sowie Personalentwicklung. Riechers ging bei Dr. Fritz Stoebe, dem Nestor der Outplacementberatung in Deutschland, in die Lehre und entwickelte dessen Konzept weiter. Sie ist Autorin zweier Bücher, „So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos. Ein paradoxer Bewerbungsratgeber“ und „Turbo zum Traumjob: Der Zielgruppenbrief“. Darüber hinaus hat sie sich durch zahlreiche Presseveröffentlichungen zum Thema Outplacement einen Namen gemacht. Seit 2011 ist sie in unserer Redaktion für OUTPLACEMENTintern verantwortlich.