OUTPLACEMENT-VERTRAG: Wer wählt den Berater?

OUTPLACEMENT-VERTRAG: Wer wählt den Berater?

In vielen Firmen gehört es inzwischen zum guten Ton, unfreiwillig ausscheidenden Mitarbeitern eine Outplacement-Beratung anzubieten. Aber wer bestimmt eigentlich, welcher Outplacement-Berater den Zuschlag erhält?

Laut einer Umfrage bei Personalverantwortlichen gibt es im Wesentlichen vier Modelle.

  1. Das Unternehmen bietet dem Mitarbeiter nur eine Beratungsgesellschaft an.
  2. Das Unternehmen bietet zwei oder drei Beratungsgesellschaften zur Auswahl.
  3. Der Mitarbeiter kann sich frei am Markt orientieren und einen Berater seiner Wahl beauftragen. Zur Unterstützung bekommt er eine Liste von vorausgewählten Beratungsunternehmen.
  4. Der Mitarbeiter hat die freie Wahl ohne Unterstützung durch die Personalabteilung.

Der Vorteil der Modelle 1 und 2 liegt darin, dass Beratungsunternehmen, die schon lange mit einem Unternehmen zusammenarbeiten, sich in der Regel bewährt haben.

Andererseits verleitet der kontinuierliche Auftragsfluss, etwa innerhalb eines Rahmenvertrags, die Beratungsgesellschaft möglicherweise zur Nachlässigkeit. Knallhart von der Einkaufsabteilung des Arbeitgebers verhandelte (und minimierte) Honorare tun ein Übriges.

Der Effekt verstärkt sich, wenn die Einkaufsabteilung bereits bei der Auswahl allein das Sagen hat. Der Anbieter mit dem niedrigsten Preis erhält den Zuschlag, und die Qualität bleibt auf der Strecke.

Ist hingegen der Mitarbeiter an der Beraterauswahl beteiligt, wird er kritischer darauf schauen, welche Leistungen er bekommt. Auch wird er dem selbst ausgewählten Berater eher das für den Erfolg so wichtige Vertrauen entgegenbringen. Allerdings sind Mitarbeiter beim Thema Outplacement oft völlig unerfahren und sollten daher von kundiger Seite Tipps und Auswahlhilfen – etwa in Form einer Empfehlungsliste – erhalten.

Hier finden Sie zehn Tipps, welche Qualitätskriterien Sie als Arbeitgeber bei einem Outplacement-Berater prüfen sollten.

 

Dr. Cornelia Riechers ist Inhaberin und Gründerin des seit 1993 existierenden Unternehmens Quality Outplacement mit den Schwerpunkten Outplacement- und Karriereberatung sowie Personalentwicklung. Riechers ging bei Dr. Fritz Stoebe, dem Nestor der Outplacementberatung in Deutschland, in die Lehre und entwickelte dessen Konzept weiter. Nach ihrem ironischen Bewerbungsratgeber „So bleiben Sie erfolgreich arbeitslos“ erschien soeben ihr zweites Buch: „Turbo zum Traumjob: Der Zielgruppenbrief“. Darüber hinaus hat sie sich durch zahlreiche Presseveröffentlichungen zum Thema Outplacement einen Namen gemacht. Seit 2011 ist sie im MediaPro-Verlag für OUTPLACEMENTintern redaktionell verantwortlich.